Im Irrgarten imaginierter Querfronten

Entgegnung auf einen „Debattenbeitrag“ von Leander Sukov in „junge Welt“

Von Klaus von Raussendorff (30. April 2015)

Die Tageszeitung „junge Welt“ hat am 15.04.2015 einen Artikel von Leander Sukov mit dem Titel „Zweierlei Querfront – Debattenbeitrag: Die Abgrenzung von falschen Friedensfreunden und Rechtsesoterikern darf nicht in den Armen von Kriegstreibern und NATO-Apologeten enden“ veröffentlicht. Die Entgegnung von Klaus von Raussendorff, selbst gelegentlich Autor in „junge Welt“, wurde zuerst der jW-Redaktion mit dem Bemerken angeboten: „Aufgrund der Bezeichnung ‚Debattenbeitrag‘ und der Bezugnahme im Text auf Monty Schädel, der in junge Welt (und taz) ‚mahnte‘, im Verhältnis zu Friedenswinter und Mahnwachen ‚das Tischtuch zu zerschneiden‘, vermute ich, dass mit ‚Debatte‘ hier die Kontroverse gemeint ist, die in der Wochenendausgabe vom 21./22. März 2015 durch das Interview mit Monty Schädel und den Artikel ‚Formierte Gegenaufklärung‘ von Sebastian Carlens ausgelöst wurde.“ Die Entgegnung wurde nicht gedruckt. Es wurde entschieden, keine Debatte zu wollen.

Zweierlei Querfronten beunruhigen Leander Sukov (alias Martin Timm). weiterlesen >>> Im Irrgarten imaginierter Querfronten

Sie lügen wie gedruckt?

„Junge Welt“ Berichterstattung über die Friedensbewegung.
Offener Brief an die Reaktion von jW-Autor Rainer Rupp (9. April 2015)

In der Wochenendausgabe vom 21./22. März 2015 lancierte die Tageszeitung junge Welt den bisher massivsten Angriff gegen die sogenannte „neue“ Friedensbewegung. Diesmal durfte Monty Schädel, seines Zeichens seit 2007 politischer Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), um sich schlagen und alle Friedensbewegten aus den von ihm nicht gebilligten Gruppen, wie z.B. die „Montagsmahnwachen für den Frieden“, als verkappte Rechte oder noch Schlimmeres denunzieren.

Das unter dem Titel »Der › Friedenswinter‹ macht die Friedensbewegung kaputt« veröffentlichte Interview wurde von Stefan Huth (stellvertretender Chefredakteur) und Sebastian Carlens (Redakteur Ressort Innenpolitik) geführt und durch die „Doppelpack-Formel“ entsprechend aufgewertet. Zugleich flankierte der jW-Redakteur Carlens den Angriff Schädels mit einem eigenen Beitrag. In einem für Laien sicherlich sehr wissenschaftlich klingenden, aber dennoch genauso manipulativen wie wirren Traktat erklärt Carlens die „alte“ Friedensbewegung kurzum für tot und die „neue“ für „rechts“. Als Schlussfolgerung daraus empfiehlt er allen Friedensbewegten im Land, nichts zu tun und auf die Konsolidierung und das Gegenangebot der „organisierten, revolutionären Linken“ zu warten. (Siehe „Formierte Gegenaufklärung“) weiterlesen >>> Sie lügen wie gedruckt?

Jarmuk: Verquerte Solidarität und Werbung für eine Intervention

Zu den fortgesetzten Initiativen von „medico international“ und „Adopt a revolution“ für eine Fortführung des Aufstands in Syrien.

Von Joachim Guilliard (19. April 2015)

Mit dem Eindringen des Islamischen Staat im Irak und der Levante (ISIL oder nur noch kurz IS) rückte der, aus einem palästinensischen Flüchtlingslager entstandene Damaszener Stadtteil Jarmuk wieder in die Schlagzeilen. Die deutsche Lobby-Organisation für syrische Aufständische, „Adopt a revolution“ startet die Initiative „Save Yarmouk“. In Berlin gab es am 15. April eine Solidaritäts-Demonstration mit den dort eingeschlossenen Menschen.

Angesichts der katastrophalen Lage haben die Bewohner von Jarmuk sicherlich Hilfe dringend nötig. Wirklich geholfen wäre aber auch ihnen ‒ wie dem ganzen Land ‒ durch ein Ende der Kämpfe. Die Forderungen von „Adopt a revolution“ und der Berliner Demo zielen aber eher auf eine Ausweitung des Krieges durch eine offenes militärisches Eingreifen von außen.

Maßgeblicher Wortführer bei diesen Initiativen ist Martin Glasenapp, einer der führenden „Revolutions“-Paten. Obwohl nach fast 4 Jahren Krieg die tatsächlichen Konfliktlinien und -parteien in Syrien hinreichend bekannt sein dürften, bemüht sich der Beirat bei „Adopt“ und Syrien-Referent der Hilfsorganisation „medico international“ auch im Fall Jarmuk das Bild aufrecht zu erhalten, die Menschen in Syrien stünden zwischen zwei gleichermaßen finsteren Mächten – die „Dschihadisten“ von Al Nusra und ISIL sowie das „Regime“. weiterlesen >>> Jarmuk: Verquerte Solidarität und Werbung für eine Intervention

Zum 60. Jahrestag des Beitritts der Bundesrepublik zur NATO

Erklärung der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V. (GBM)

Die Bundeswehr feiert am 9. Mai im Palais am Funkturm den 60. Jahrestag des NATO-Beitritts der Bundesrepublik mit einem Ball.

In der Wahl dieses Termins spiegelt sich die geschichtsrevisionistische Wende der Bundesregierung wider, die es ablehnt, eigene Aktivitäten zum 70. Jahrestag der Befreiung Deutschlands und Europas vom Faschismus zu organisieren und durchzuführen. Es ist gleichzeitig eine Provokation an die Adresse der Antihitlerkoalition, insbesondere an Russland,  eine solche Veranstaltung am 9. Mai, dem Tag des Sieges durchzuführen. Das ist gleichzeitig eine Verhöhnung der Opfer dieses antifaschistischen Befreiungskrieges.

Die Bundesregierung schweigt   zu Versuchen von Politikern, den faschistischen Vernichtungsfeldzug  Nazideutschlands in eine sowjetische »Invasion« umzudeuten und zu Ehrungen von Nazikollaborateuren im Baltikum und in der Ukraine.

Diese Politik der Bundesregierung fordert  alle friedliebenden Menschen unseres Landes heraus,   für die Beendigung der Auslandseinsätze der Bundeswehr, für  die Einstellung aller Waffenexporte, für die Entfernung der US- Atomwaffen von deutschem Boden und weiter für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts einzutreten. weiterlesen >>> Zum 60. Jahrestag des Beitritts der Bundesrepublik zur NATO