Angriffsziele im Sudan

Sunday Times: 50 Tote bei drei israelischen Luftattacken auf WaffentransporteVon Knut Mellenthin

Aus junge Welt vom 30. März 2009

Nach einem Bericht der Sunday Times hat Israel im Januar und Februar zweimal Konvois auf sudanesischem Gebiet angegriffen, die iranische Waffenlieferungen für die Hamas transportierten. Angeblich sollten sie über Ägypten in den Gazastreifen geschmuggelt werden. Mindestens 50 Menschen seien bei den Angriffen getötet worden. Außerdem sei ein iranischer Frachter, der Waffen an Bord hatte, im Roten Meer versenkt worden. Für die Militärschläge seien unbemannte Flugkörper vom Typ Hermes 450 benutzt worden, die von einem israelischen Unternehmen produziert werden. Die Drohne dient zur Luftüberwachung über längere Zeiträume, sie kann aber auch mit zwei US-amerikanischen Hellfire-Raketen ausgerüstet werden. Israel hatte vor dem Südossetien-Krieg im August 2008 mehrere Dutzend Hermes 450 an Georgien geliefert. weiterlesen >>> Angriffsziele im Sudan

Zwanzig Gründe gegen Sanktionen und militärische Intervention in Iran

Pressemitteilung von CASMII Deutschland vom 29. Jan. 2009

EINLEITUNG

Über fünfeinhalb Jahre nach der völkerrechtswidrigen Invasion des Iraks durch die Vereinigten Staaten und Großbritannien, mitsamt ihrer tragischen Folgen für das irakische Volk, sind die Verfechter des Friedens weltweit sehr beunruhigt über den derzeitigen iranisch-amerikanischen Konflikt und insbesondere über die Art und Weise, wie die aktuelle Situation derjenigen im Vorfeld des Irak-Kriegs ähnelt. Die „Falken“ in den USA fordern bereits unverblümt ein militärisches Eingreifen. Dieselbe Israel-Lobby, die sich schon vehement für einen Militärschlag gegen den Irak eingesetzt hat, macht sich heute für einen Angriff gegen den Iran stark. weiterlesen >>> Zwanzig Gründe gegen Sanktionen und militärische Intervention in Iran

Chomeinis ewiger Schatten

Von Mohssen Massarrat

Aus: der Freitag vom 10. Februar 2009

 Revolutionen gibt es, wenn die da oben nicht mehr können und die da unten nicht mehr wollen. Die Erklärung Lenins trifft auch auf die Islamische Revolution im Iran zu Mohammed Reza Pahlewi, der letzte Monarch einer 2.500 Jahre alten Herrschertradition, war nicht nur als Tyrann und als ein durch einen CIA-Putsch auf den Thron gehievter Monarch beim Volk verhasst. Er fand Ende der siebziger Jahre auch keinen Halt innerhalb der Herrscherelite mehr. Inzwischen ist der islamische Teil der iranischen Gesellschaft in mindestens drei konkurrierende Lager zerfallen – das reformistische, das pragmatisch konservative und konservativ radikale Lager. weiterlesen >>> Chomeinis ewiger Schatten